Buchtipp
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Rennradfahren an der Adria

Delius Klasing Verlag

14 ausgewählte Rennradtouren zwischen Ravenna und Ancona.

Mit Routenkarten und GPS Daten.
Von Thomas Mayr erschienen 2013 im Delius Klasing Verlag.

Rennradführer "Rennradfahren an der Adria" vom Delius Klasing Verlag

Rennradführer „Rennradfahren an der Adria“ vom Delius Klasing Verlag

Das Gebiet zwischen Ravenna und Ancona, das dieses Buch beschreibt, wird von fünf Regionen Italiens und einer Republik gebildet: Emilia-Romagna, Marken, Umbrien, Abruzzen, zu einem marginalen Teil Toscana und dem Staat San Marino.
Zu den Gebieten, die sich für uns Rennradfahrer besonders eignen, gehören die Po-Ebene der Emilia-Romagna und die Hügelketten der Apennin-Ausläufer in der Emilia sowie in den Marken. Darüber hinaus sind zwei höchst interessante Ziele unbedingt in die Planung des Aufenthalts mit einzubeziehen: Die Städte Gubbio und Assisi – beide in Umbrien gelegen. Diese zwei Städte sind von der zentralen Adriaküste mit dem Auto innerhalb einer vertretbaren Zeit zu erreichen.
Wenn man schon so weit im Süden ist, kann man sich auch überlegen, ob man eines der größten landschaftlichen Juwelen besucht, die Italien zu bieten hat: den Gran Sasso. Es wird von diesem Bergstock erzählt, dass man als ein anderer Mensch wieder nach Hause kommt, nachdem man ihn gesehen hat. Und wirklich: Diese einzigartige, atemberaubende Naturkulisse, insbesondere der Campo Imperatore, der so gar nicht europäisch anmutet, berührt und verzaubert nachhaltig. Da werden die über zwei Autostunden von der Adriaküste bei Gabicce Mare vielleicht doch zur Nebensache.

Leseprobe Zum Zwergenstaat San Marino (Tour 3)
Heute machen wir uns von Rimini aus auf den Weg auf den Monte Titano, wo uns die alte Republik San Marino erwartet. Dazu begeben wir uns in der Provinzhauptstadt auf den äußeren Umfahrungsring, dem breiten Via Circonvallazione Nuova Richtung Ravenna und biegen nach 3 Kilometern beim Riesenkreisverkehr links Richtung Cesena, Forli auf den westlichen Ring ab, der dann in die Via Emilia übergeht.
Gemütlich pedalieren wir 7 Kilometer durch die lebhafte, beinahe zusammenhängende Industriegegend, bis wir uns dann den Kreisverkehr vor Santarcangelo di Romagna halb links Richtung »Centro« befahren. Alsbald stehen wir an der Stoppstraße mitten am Hauptplatz am großen Stadtbogen, wo wir uns – Achtung unbeschildert – nach links wenden. Schnurgerade rollen wir nun auf einer 9 Kilometer langen Geraden ins Land der Burgen, denn links taucht schon die gut erhaltenen Rocca Malatestiana von Verucchio sowie im Hintergrund der Monte Titano mit seinen Burgen auf, und rechts passieren wir das Castello di Montebello auf der Hügelspitze von Torriana.
Auf der Hauptstraße SS 258 biegen wir dann nach 6 Kilometern in Pietracuta links nach San Leo ab. Nach 4 Kilometern tauchen wir dann am Bivio San Marino, an der Gabelung nach San Marino hinunter zum Fluss Torrente Mazzocco und beginnen unseren ersten Anstieg, der uns auf den fast 300 Höhenmeter darüber liegenden Hügel von Montemaggio führt. Vor allem auf den ersten 2 Kilometern müssen wir viel Kraft auf die Pedale bringen, denn knapp über 10 % Durschnittssteigung sind kein Honigschlecken. Doch dann wird es mit 5 bis 6 % ruhiger und wir können uns am prächtigen Panorama erfreuen. Rechts taucht immer mehr San Leo auf, der sich an den senkrechten Felsstock anschmiegt, und links kommt die Hinterseite des Monte Titano mit der weitläufigen Urbanisation von San Marino immer bildfüllender ins Blickfeld. Über allen wacht im Hintergrund der Monte Carpegna, der mit 1415 m höchste Berg dieses Teils des nördlichen Apennin.
Bei Pieve Corena betreten wir zum ersten Mal das Staatsgebiet von San Marino und sofort ändert sich die Qualität des Straßenbelags von schlampigem Flickwerk zu europäischer Spitzenklasse, die uns gleich genüsslich 200 Höhenmeter hinuntersausen lässt. Der zweite Anstieg des Tages, bei dem rund 400 Höhenmeter zu absolvieren sind und der hier unten am Fluss beginnt, ist mit seinen durchschnittlich 5 % ein richtiger Rollerberg und mit seinen sechs breiten Serpentinen bis Fiorentina flott zu befahren. An den Gabelungen halten wir uns dabei immer an die Hinweisschilder nach San Marino oder centro storico und schrauben uns so immer weiter entlang der historischen Gemäuer nach oben, solange es uns die Trasse erlaubt. An der »Porta della Fratta«, beim obersten Parkplatz auf 691 Höhenmetern, ist dann endgültig Schluss. Aber auch zu Fuß könnten wir jetzt – die Räder schiebend – im historischen Bezirk quasi eine Serpentinenwindung nach unten gehen, das Flair dieser Stadt genießen und uns in einem der zahlreichen Caffees einen Cappuccino gönnen.
Die schnelle Abfahrt führt uns dann auf gleichem Wege zurück bis nach Fiorentino, dort weiter geradeaus Richtung Cattolica und nach wenigen Kilometern links hinunter nach Faetano. Dabei geht es rasant die 400 Höhenmeter bis Faetano nach unten, begleitet links in der Entfernung von der scharf gezackten Silhouette der Südseite des Monte Titano mit seinen Burgen.
Nun verlassen wir wieder das Staatsgebiet von San Marino, schießen bei leichtem Gefälle die 11 Kilometer rapide hinaus bis Ospedaletto, und dann sind wir nach weiteren 10 flachen Kilometern schon wieder an unserem Umfahrungsring in Rimini und an unserem Ausgangspunkt zurück.

14 Rennradtouren an der Adria.

  • In die flache Po-Ebene
    Rimini – Cesenatico – Ravenna – Cesena – Rimini
  • Auf den Spuren der Nove Colli
    Cesena – Méldola – Linaro – Mercato Saraceno – Sant ’Ágata Féltria – Perticara – Sogliano – Cesena
  • Zum Zwergenstaat
    Rimini – Santarcangelo di Romagna – Pietracuta – San Marino – Faetano – Rimini
  • In die ehemalige Hauptstadt Italiens
    Rimini – San Leo – Villagrande – Monte Cerignone – Montescudo – Rimini
  • Pantanis Spielwiese
    Rimini – Novafeltria – Pennabilli – Passo Cantoniera – Cippo della Carpegna – Villagrande – Soanne – Rimini
  • Einmal rund um den Monte Carpegna
    Santarcangelo di Romagna – Pietra dell ’Uso – Perticara – Novafeltria – Maciano – Pennabilli – Sestino – Carpegna – San Leo –Santarcangelo di Romagna
  • Im Garten Eden
    Gabicce Mare – Tavullia–Sant ’Angelo di Lizzola – Fano–Pesaro – Gabicce Monte – Gabicce Mare
  • Hügel ohne Ende
    Gabicce Mare – Saludecio – Mondaino – Padiglione – Bronzo – Mercatino Conca – Tavoleto – Morciano – Gabicce Mare
  • Zur idealen Stadt
    Gabicce Mare – Gradara – Urbino – Urbania – Lunano – Sassocorvaro – Monte Cerignone – Morciano – Gabicce Mare
  • Durch einen 2000 Jahre alten Tunnel
    Fano – Fossombrone – Gola del Furlo – Tarugo – Pergola – Sant ’Ippolito – Orciano di Pesaro–Fano
  • Nach Gubbio – zu den Verrückten
    Cagli – Moria – Cantiano – Gubbio – Scheggia – Isola Fossara – Fonte Avellana – Cagli
  • Der Heilige Franz von Assisi
    Gubbio – Petrignano – Assisi – Spello – Collepino – Valtopina – Nocera Umbria – Bagnara – Passo Cornello – Cancelli – Monte Cucco –Osteria del Gato – Gubbio
  • Vorgeplänkel auf den Gran Sasso
    Teramo – Ripe – San Giacomo – San Vito – Valle Castellana – Rocca Santa Maria–Teramo
  • Der Gran Sasso – die Königsetappe
    Montorio al Vomano – Isola del Gran Sasso – Castelli – Campo Imperatore – Albergo di Campo Imperatore – Tintorale – Montorio al Vomano

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2 Kommentare

  1. lydia pappelau sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    können sie mir sagen ob es das Buch Rennradfahren an der Adria noch zu kaufen gibt.

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